Wir sind RESQSHIP

RESQSHIP vereint eine Gemeinschaft aus freiwilligen, ehrenamtlichen Helfer*innen und finanziert sich ausschließlich durch private Spenden. Der Verein wird durch erfahrene Seenotretter*innen getragen, von denen bereits ein Großteil seit 2015 im Mittelmeer im Einsatz waren.

Die Situation

Jeden Tag riskieren hunderte Menschen ihr Leben auf der Flucht nach Europa. Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung, Vergewaltigung, Folter und Hunger. Es existieren keine legalen Wege, über die bedrohte Menschen ihr Leben in Sicherheit bringen können, ohne sich gleichzeitig stark zu gefährden: Viele versuchen es entlang der Route über das Mittelmeer. Ein lebensgefährlicher Weg, bei dem die Fliehenden in unsichere Boote genötigt werden, die zur Überquerung des Meeres kaum taugen.

Das Militär und die Küstenwache haben die Seenotrettung massiv eingeschränkt. Die Hauptlast liegt heute bei den privaten Rettungsorganisationen. Doch es fehlen dringend zusätzliche Schiffe. RESQSHIP will hier unterstützen und Leben retten. Den Verein tragen erfahrene Seenotretter, die zum Teil schon seit 2015 auf verschiedenen Schiffen im Mittelmeer im Einsatz gewesen sind. Unter dem Namen RESQSHIP versammelt sich eine wachsende Zahl von Menschen aus weiten Teilen Deutschlands mit unterschiedlichen Berufen und Qualifikationen: Sie stellen ihr Engagement in den Dienst der Seenotrettung. Unser gemeinsames Ziel ist, die flüchtenden Menschen vor dem Tod durch Ertrinken zu retten.

Wir handeln!

Gemeinsam mit unseren Freund*innen der Partnerorganisationen wollen wir die Search-and-Rescue-Missionen unterstützen. Unsere Aufgaben während dieser Missionen sind vielfältig. Zu ihnen gehören die Suche nach in Seenot befindlichen Personen, der Erstkontakt mit den Flüchtlingsbooten, die Sicherung der Menschen mit Schwimmwesten,
die medizinische Versorgung und auch die Bergung.
Die Missionen starten alle 14 Tage von Malta aus. Zwischen den einzelnen Missionen legt das Schiff für einige Tage an, damit die Crews wechseln und Verbrauchsmaterialien wie Nahrung, Frischwasser u.a. aufrüsten können. Auch kleinere Instandhaltungsarbeiten gehören dazu. Ein Einsatz auf hoher See und das Erleben von physischem und psychischem Leid der Flüchtenden geht auch bei der Crew nicht spurlos vorbei. Deswegen bereiten wir unsere Crews professionell vor und unterstützen sie auch längerfristig nach den Missionen. Hierfür arbeiten wir mit erfahrenen Psycholog*innen der Traumatherapie und Krisenintervention zusammen.