Leben retten.

Unser oberstes Ziel ist es, Leben zu retten.

 

Darüber hinaus stehen das Wohlbefinden der oft psychisch und physisch extrem belasteten und verletzten Menschen auf der Flucht über das Meer ist in unserem Fokus.

Jeden Tag brechen hunderte Menschen aus ihrer Heimat auf. Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung, Vergewaltigung, Folter und Hunger. Sie fliehen aus Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Ganz Nordafrika, besonders das Bürgerkriegsland Libyen, ist für Hunderttausende eine Zwischenstation, die sich für sie zu einer Hölle entwickelt hat. Es existieren keine legalen Wege, über die bedrohte Menschen ihr Leben in Sicherheit bringen können. Ein Weg zurück durch die Wüste ist äußerst gefährlich und führt nur in die Krisenregionen zurück, aus denen die Menschen geflohen sind. In Libyen aber werden sie ausgebeutet, vergewaltigt und gefoltert. Algerien brachte mehrere Tausend Geflüchtete zurück in die Wüste und setzte sie dort einfach aus.

Deshalb versuchen sich viele über die Routen Marokko-Spanien, Libyen-Italien oder Türkei-Griechenland in Sicherheit zu bringen. Meist ein extrem gefährlicher Weg, bei dem die Fliehenden in unsichere Boote steigen, die zur Überquerung des Meeres kaum taugen. So starben seit 2010 nach offiziellen Angaben des UNHCRs über 35.000 Menschen im Mittelmeer, die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen.

Die europäische Grenzschutzorganisation Frontex und die italienische Küstenwache haben die Seenotrettung massiv eingeschränkt. Private Rettungsorganisationen werden mit Methoden, die sich in Teilen jenseits der Rechtsstaatlichkeit bewegen, abgehalten zu retten.

Dennoch versuchen NGOs jede Gelegenheit zu nutzen, den Fliehenden in ihrer Not beizustehen, so auch RESQSHIP. Wir haben uns 2017 mit der Absicht gegründet, vor Libyens Küste mit einem eigenen Schiff Menschen auf der Flucht vor dem Tod durch Ertrinken zu retten, ihre medizinische und humanitäre Erstversorgung zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass sie an einen sicheren Hafen gebracht werden.

Seit diesem Jahr führen wir mit einem gecharterten Segelboot Aufklärungsmissionen vor der libyschen Küste durch. Die Situation im zentralen Mittelmeer wird von Bord aus beobachtet und dokumentiert, um auf mögliche Menschenrechtsverletzungen hinzuweisen. Geplant ist, Boote mit Geflüchteten in internationalen Gewässern zu sichten und in Notsituationen weitere Schiffe zu alarmieren, die die Geflüchteten aufnehmen und in einen sicheren Hafen bringen sollen.

 

Außerdem betreiben wir engagierte Öffentlichkeitsarbeit. Wir organisieren gemeinsam mit diversen NGOs, Menschenrechtsorganisationen, privaten Initiativen oder Kirchengemeinden regelmäßig Informationsveranstaltungen, mit denen wir auf die Not der Flüchtenden aufmerksam machen. Wir prangern dabei auch das Handeln der Europäischen Union, besonders Italiens und Maltas an. Statt Leben zu retten, das Gebot unserer europäischen und deutschen Verfassung, werden private NGOs mit teils rechtlich bedenklichen Methoden davon abgehalten, zu helfen.

 

Unsere Arbeit erfordert Zeit, Geduld und Ideenreichtum. Neue Wege müssen gefunden werden. Dazu stehen wir auch in Kontakt mit anderen deutschen NGOs, die sich der Seenotrettung verpflichtet haben. Denn uns allen geht es um die Menschen in Not, um ihr Recht auf Leben und um ihre Würde, nicht um Ideologien oder Profit.

 

Unseren Verein tragen erfahrene Seenotretter*innen, die zum Teil schon seit 2015 auf verschiedenen Schiffen im Mittelmeer im Einsatz gewesen sind. Unter dem Namen RESQSHIP versammelt sich eine wachsende Zahl von Menschen aus verschiedenen Teilen Deutschlands mit unterschiedlichen Berufen und Qualifikationen, aber mit einem Ziel: Menschenleben retten, Fliehende würdevoll behandeln und ihre ersten Schritte in ein neues Leben zu begleiten.

Resqship e.V. Osterrade 4, 21031 Hamburg

© 2019 RESQSHIP

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